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Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit

Der Ausbau des Rasengleises über eine Strecke von 2.500 m ist vorläufig abgeschlossen.

Das hohe Maß an Mobilität stellt unsere Gesell­schaft inzwischen vor vielfältige Herausforderungen. Als Mobilitätsdienstleister sehen wir uns dabei in der Verantwortung, unser operatives Handeln mit unserer Verpflichtung gegenüber Gesellschaft und Umwelt in Ein­klang zu bringen. Unsere Aktivitäten in den Bereichen Umwelt und Soziales wollen wir weiter ausbauen. Wir sind überzeugt, dass wir dadurch nicht nur die Attraktivität des ÖPNV, sondern auch die positive Wahrnehmung unseres Unternehmens steigern.

Nachhaltiges Handeln

Dank ihrer Konzernstruktur ist die HEAG mobilo mit ihren Tochterunternehmen wirtschaftlich gut aufgestellt. Die Trennung zwischen Betriebsleistung und Infrastruktur sowie die Aufteilung in verschiedene Unternehmen bieten die Voraussetzungen für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Effiziente Arbeitsprozesse, nachhaltige Investitionen und eine vorausschauende Kostenplanung prägen die wirtschaftliche Entwicklung im HEAG Verkehrskonzern. Jährlich lassen wir die Angemessenheit unserer Kosten in Hinblick auf die Anforderungen des EU-Beihilferechts von externer Seite überprüfen. Seit 2006 unterschreiten wir das zulässige Kostenniveau.

Busse und Bahnen stehen für nachhaltige Mo­bilität: Sie helfen, weniger Energie zu verbrau­chen, im öffentlichen Raum Platz zu sparen und den Schadstoffausstoß zu verringern. Das Argument, Busse und Bahnen stellten ei­nen besonderen Beitrag zum Klimaschutz dar, läuft jedoch in Bezug auf CO2-Emissionen Gefahr, entkräftet zu werden. Denn im Automobilsektor schreitet die Elektromobi­lität weiter voran und lässt so den Umweltvorteil von Bussen und Bahnen gegenüber dem motorisierten Individu­alverkehr abschmelzen. Umso wichtiger ist es uns, den ÖPNV stärker als bisher im Kontext der Multimodalität zu betrachten und das Angebot mit Bussen und Bahnen mit anderen Verkehrsmitteln zu vernetzen.

Als eines der ersten Verkehrsunternehmen in Deutschland haben wir 2008 unseren Bedarf an Fahrstrom auf klimaneutralen Ökostrom aus rege­nerativen Energiequellen umgestellt. Mit zusätzlichen weiteren Maßnahmen wollen wir unsere CO2-Bilanz möglichst gering halten. Seit 2010 beziehen wir  – auch für sämtliche Betriebsanlagen – aus­schließlich Ökostrom. Seit 2012 heizen wir zudem ausschließlich mit klimaneutralem Erdgas. Seit 2009 haben wir damit unsere CO2-Emissionen um 66 % reduziert.

Wir achten beim Kauf von fossilen Brennstoffen auf einen möglichst geringen CO2- Ausstoß, aber auch der Ressourcen schonende Umgang mit Strom, Gas und Wasser ist uns wichtig. Unser Ziel ist es, unsere Energieverbräuche so gering wie möglich zu halten. So speisen unsere Straßenbahnen ihre Bremsenergie zurück ins Fahrstromnetz. Um unseren Bedarf an Heizenergie zu senken, haben wir auf unserem Betriebshof Böllenfalltor umfassend die Fassaden saniert. Für einen möglichst geringen Frischwasserbedarf verfügen unsere Fahrzeugwaschanlagen über eine Brauchwasserzufuhr. Auf unserem Betriebshof Böllenfalltor sammeln wir für unsere Waschanlage für Omnibusse zudem über die Dachflächen unserer Busabstellhalle Regenwasser.

Wir sind nicht nur bestrebt, unsere eigenen CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten, wir unterstützen darin auch andere. Seit Ende Dezember 2010 trägt unsere Abstellhalle auf dem Betriebshof Böllenfalltor eine Photovoltaik-Anlage der HSE NATURpur Energie AG, bislang die zweitgrößte in Darmstadt. Die Anlage besteht aus rund 500 Solarmodulen, die zusammen eine Fläche von über 800 m2 haben. Eine zweite Anlage dieser Art ist Ende 2011 auf dem Dach des neuen Depots Kranichstein in Betrieb gegangen.

Auch das Forschungsprojekt „Green Move“, in dessen Rahmen wir drei Hybridbusse im Linienverkehr erproben, soll die Elektromobilität weiter voranbringen und helfen, den CO2-Ausstoß im ÖPNV zu verringern.

Gleich mehrere positive Effekte sind mit dem neuen 2.500 m langen Ra­sengleis in der Heidelberger Landstraße verbunden, mit dessen Bau wir 2011 begonnen haben. Die grüne Fläche in der Heidelberger Straße absorbiert CO2, bindet Feinstaub, verringert den Lärm an der viel befahrenen Straße und ist darüber hinaus auch optisch ein Gewinn und verbessert das Stadtklima auf vielfältige Weise. Mit der Fertigstellung der neuen Trasse schaffen wir in der Stadt rund 16.800 m2 zusätzliche Grünfläche und steigern unseren Rasengleisanteil im Netz auf 15 %.

Wir sehen uns in sozialer Verantwortung sowohl ge­genüber unseren Kunden wie auch unseren Mitarbeitern. Unsere Arbeitsplätze entsprechen den gesetzlichen und tariflichen Vorgaben. Wir zahlen angemessene Löhne und bieten ver­schiedene Sozialleistungen. Darüber hinaus haben wir die Zahl der Überstunden auf ein Höchstmaß begrenzt. Wir halten uns an die Regeln des Allgemeinen Gleichstellungsgeset­zes (AGG).

Als Verkehrsunternehmen beschäftigen wir Mitarbeiter mit einem breiten Spektrum unterschiedlicher Tätigkeiten und Qualifikationen. Engagement und Motivation unserer Beschäftigten sind maßgeblich für unseren Unternehmenserfolg. Mit regelmäßigen Schulungen der Führungskräfte, individuellen Weiterbildungsmaßnahmen und vielfältigen Kommunikationsangeboten für alle Mitarbeiter wollen wir unser Arbeitsklima stetig verbessern und die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft unserer Mitarbeiter erhalten und steigern.

Wir wollen möglichst vielen Menschen ein ho­hes Maß an Mobilität bieten. Unser Ziel ist es daher, die Barriere­freiheit für unsere Fahrgäste kontinuierlich weiter auszubauen. Dies betrifft die Ausstattung unserer Fahrzeuge, die Gestaltung der Straßenbahnhaltestellen und die Qualität der Fahrgastinformation.

Sowohl im Bahn- als auch im Busbereich gewähren wir fahrzeugseitig durchgängig auf allen unseren Linien einen barrierefreien Einstieg. 1994 haben wir mit der Beschaffung der Beiwagenserie SB09 auf unseren Straßenbahnlinien erstmals Niederflurstandard angeboten. Heute umfasst unser Straßenbahnfuhrpark 48 Triebwagen und 30 Beiwagen. Lediglich die zehn Bahnen der Serie ST12 sind Hochflurfahrzeuge, sie kommen jedoch ausschließlich in Kombination mit den Niederflurbeiwagen in den betrieblichen Einsatz.

2009 haben wir begonnen, die Innenausstattung unserer Bahnen noch besser an die Anforderungen der Barrierefreiheit anzupassen und sie mit mechanischen Klapprampen, einem Rollstuhlplatz mit Anlehnstütze und Sprechstelle zum Fahrer und Bildschirmen mit Infotainment-Funktion auszustatten. Die Linienanzeige in Bildschirmen unterstützt die akustische Haltestellenansage und informiert darüber hinaus über barrierefreie Umsteigemöglichkeiten. Die Modernisierung der Beiwagen SB09 ist seit 2011 abgeschlossen. Seit Ende 2012 verfügen auch alle 20 Triebwagen der Serie ST13 über diesen verbesserten Standard. Ein Rollstuhlsymbol macht die neue Ausstattung außen am Fahrzeug kenntlich. Im Busbereich setzen wir ausschließlich Niederflurfahrzeuge im Linienverkehr ein.

Doch die Fahrzeuge sind nur eine Komponente für einen barrierefreien ÖPNV, die andere ist eine entsprechende Haltestelleninfrastruktur. Im Netz der HEAG mobilo gibt es 76 Straßenbahnhaltestellen. Die Haltestelle „Flughafenstraße“ in Griesheim war 1992 die erste Station, die ein Hochbord bekam. Inzwischen sind 56 Prozent unserer Straßenbahnhaltestellen barrierefrei ausgebaut.

Neben Hochbord und Blindenleitstreifen gehören auch dynamische Fahrgastinformationsanzeiger zu einer barrierefreien Haltestellenausstattung. Seit 2010 bieten neue Anzeiger auch eine Vorlesefunktion für Sehbehinderte.

Neben der Barrierefreiheit hat auch Sicherheit im ÖPNV einen hohen Stellenwert. Um Vandalismus einzudämmen und die Sicherheit unserer Fahrgäste und Fahrerinnen und Fahrer zu erhöhen, sind seit 2004 alle Straßenbahnbeiwagen mit Videokameras ausgestattet. Seit 2012 verfügen auch alle Busse der HEAG mobiBus, die auf absehbare Zeit im Bestand bleiben, über Aufzeichnungsgeräte. Im Fall eines Übergriffs werden die Daten des Ringspeichersystems zur Auswertung an die Polizei übergeben. An vielen Straßenbahnhaltestellen unterhalten wir zudem Live-Kameras. Sie entsprechen den Vorgaben des Hessischen Datenschutzbeauftragten und dienen vornehmlich der Überwachung und Steuerung der Verkehrsabläufe.

Nicht nur durch technische Lösungen zeigen wir soziale Verantwortung, sondern auch durch persönliches Handeln. Wir sind Partner im Präventionsrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt und beteiligen uns an der Kampagne „Für Sie DA“. Ein Aufkleber signalisiert Menschen in Not, dass sie bei unseren Fahrern Hilfe bekommen können. Alle Fahrdienstbeschäftigten haben die Möglichkeit, sich in Sekundenschnelle über Funk an unsere Leitstelle zu wenden oder auch unbemerkt einen Notruf an die Leitstelle abzusetzen. Von dort werden Polizei und Rettungskräfte umgehend verständigt. Notruftaster in allen Niederflurstraßenbahnen bieten im Fahrzeug eine schnelle Sprechverbindung zum Fahrpersonal.

Wichtig ist uns auch die Sicherheit unserer jüngsten Fahrgäste. Spätes­tens mit dem Wechsel zur weiterführen­den Schule nutzen Kinder verstärkt Busse und Straßenbahnen. Jedes Jahr erfahren weit mehr als 1.200 Mädchen und Jungen in unserem Sicherheitstraining in praktischen Übungen, wie sie sich im ÖPNV am besten verhalten. Das von uns mitentwickelte Unterrichtskonzept „Copilot“ für fünfte Klassen ist als Fortführung des Sicherheitstrainings gedacht. Die Unterlagen dazu werden über das Schulamt an die Verkehrsbeauftragten der weiterführenden Schulen ausgegeben.